Unspunnen Schwinget 2017

Interlaken BE – Am kommenden Sonntag ist es soweit, der Unspunnen Schwinget steht vor der Tür. Mit viel Spannung wird der Saisonhöhepunkt erwartet.

Drei Thuner am Start
Bernhard Kämpf, Alexander Kämpf und Marco Iseli vertreten die Farben des Schwingklub Thun an Unspunnen Schwinget 2017. Bärnu darf sich durchaus in den Kreis der Favoriten einreihen lassen. Versagt ein Topfavorit, kann der Sennenschwinger den Titel ins Berner Oberland holen. Alexander, welcher an Eidgenössischen Anlässen schon mehrmals einem Favoriten die Parol bieten konnte, ist für das Starke Berner Team unabdingbar. Der aufstrebende Marco, welcher seinen ersten Eidgenössischen Anlass bestreitet, muss zum Ziel haben erste Erfahrungen auf der grossen Bühne zu Sammeln. Teilen Sie ihn hart ein, müssen sich die Gegner in acht nehmen, dass ihnen nach dem Gang das Sägemehl nicht ab dem Rücken abgewischt wird. – Wir wünschen den drei Schwingern, viel Glück in Interlaken.

Berner in der Favoritenrolle
Wie bereits vor sechs Jahren haben die Berner Schwinger das stärkste Team am Unspunnen Fest. Mit Kilian Wenger, Christian Stucki und Matthias Sempach sind gleich drei Top Leute im Team dabei, welche schon eidgenössische Anlässe gewinnen konnten. Auch nach ihnen folgen starke Eidgenossen wie Bernhard Kämpf, Simon Anderegg und Niklaus Zenger und Mittelschwinger, welche jeden einzelnen Favoriten nur unterstützen können. Somit ist die grosse Frage, ob die Berner ihr Potential auch ausschöpfen können.

Verteidigen die Ostschweizer den Titel
Bei den Schwingern aus der Nordostschweiz steht die Titelverteidigung im Vordergrund. Daniel Bösch startet als Unspunnen Sieger vom 2011 und wäre der erste Schwinger, welcher den prestigeträchtigen Anlass zwei Mal gewinnen könnte. Mit dem Sieg auf der Schwägalp setzte er ein deutliches Ausrufezeichen, dass er bereit für neue Taten ist. Zusammen mit Armon Orlik gehört er zu den möglichen Siegesanwärtern. Leider musste diese Woche Samuel Giger verletzungsbedingt absagen. Das aufstrebende NOS Team möchte mit einer guten Teamleistung den Sieg nach Hause fahren.

Innerschweizer mit  Verletztungspech
Die Schwinger aus der Innerschweiz müssen in diesem Jahr auf diverse Top Leute verzichten. Mit Christian Schuler, Martin Grab, Philipp Laimbacher und Mike Müllestein fehlen dem grössten Schwingerverband gleich vier starke Schwinger. Aus diesem Grund führt nun der Sörrenberger Joel Wicki das Team zusammen mit Andi Ulrich und Benji von Ah an. Trotz den vielen Verletzungen können die Innerschweizer noch vieles mitbestimmen, wenn es um den Festsieg geht.

Nordwestschweizer dürfen hoffen
Das Team aus der Nordwestschweiz kann auf sechs Eidgenossen zählen. Der Anführer von der Mannschaft ist momentan Nick Alpiger. Zusammen mit Bruno Gisler, Mario Thürig, Chrisoph Bieri, Patrick Rämatter und Daivd Schmid will er das Teilnehmerfeld am Saisonhöhepunkt aufmischen.

Südwestschweizer gefährliche Gegner
Beim kleinsten Teilverband, den Schwingern aus der Westschweiz kann in diesem Jahr viel zugetraut werden. Bei ihrem letzten Auftritt, am Schwägalp Schwinget merkte man den Aufschwung in der Südwestschweizer Mannschaft.  Steven Moser, Marc Gottofrey, Stéphane Haenni, Samuel Dind und Pascal Piemontesi haben momentan den Spirit dazu, auch Top Schwinger aus den anderen Verbänden auszubremsen.

Leider ist die Verletzugshexe diese Jahr am Unspunnen stark vertreten. Matthias Glarner, Matthias Siegenthaler, Samuel Giger, Philipp Laimbacher, Christian Schuler, Martin Grab und Mike Mühlestein treten alle verletzungshalber nicht auf der Höhenmatte in Interlaken an.

Jürg Moser
 
Pro Sport Sigriswil
 
Toutvent AG